Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors Gottfried Reischl – Johann Winkler – Anton Wagner
12. April 2026
Freitag, 17. April, 17 Uhr, Bad Reichenhall, Poststraße 20
Am 17. April jährt sich zum 90sten Mal der Todestag eines weitgehend unbekannten Gegners des Nationalsozialismus aus Marzoll: Gottfried Reischl. Er wurde angeblich am frühen Morgen des 17. April 1936 tot in der Zelle des Polizeigefängnisses in der Münchner Ettstraße aufgefunden. Vorausgegangen waren tagelange Folterungen durch die Gestapo.
Gottfried Reischl war als Kommunist bald ins Visier der Nazis geraten und wurde schon 1933 nach der Machtübernahme über ein Jahr inhaftiert. Wieder in Reichenhall zurück wollte er aber dem NS-System und der Kriegsvorbereitung nicht tatenlos zusehen und druckte kleine illegale Zettel als Warnung vor Hitler und einem Krieg. Unterstützt wurde er u.a. von Johann Winkler und Anton Wagner. Die Gestapo kam der Gruppe auf die Spur. Johann Winkler und Anton Wagner überstanden die Haft, wurden aber dann in Konzentrationslager eingeliefert, wo sie 1940 bzw. 1942 verstarben.
Die Kreisvereinigung Traunstein/Berchtesgadener Land der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (gegr. 1946) erinnert mit einer kleinen Gedenkveranstaltung an diese drei widerständigen Menschen und lädt dazu herzlich ein.
Kurze Biografien würdigen die drei und andere beteiligte NS-Gegner aus Bad Reichenhall und Traunstein. Die Feier wird musikalisch umrahmt.
Weitere Angaben siehe





