Gedenkveranstaltung zum „Tag der Opfer des Faschismus“ in Bad Reichenhall am 13. September, Rathausplatz, 15 Uhr

2. September 2026

In den ersten Nachkriegsjahren war auch in Bayern ein Sonntag Anfang September dem Gedenken an die „Opfer des Faschismus“ gewidmet. Mit Beginn des Kalten Krieges wurde die offizielle Unterstützung für diese Veranstaltung eingestellt und künftig am „Volkstrauertag“ aller Opfer gedacht. Die wichtige Erinnerung an die Opfer des Naziterrors wurde dadurch stark eingeschränkt. Die Reichenhaller Gruppe von „Berchtesgadener Land gegen rechts“ nimmt diese Tradition wieder auf und veranstaltet die Kundgebung erstmals in Bad Reichenhall. Auch die VVN-BdA ist mit einem Redebeitrag zur lokalen Erinnerungskultur vertreten. Weitere Infos siehe –>    https://berchtesgaden-gegen-rechts.de/13-09-26-tag-des-gedenkens-an-die-opfer-des-faschismus-in-bad-reichenhall/

CSD am 12. September in Freilassing

2. September 2026

Auch heuer findet wider der „Christopher Street Day“ mit Demonstration und Fest auf dem Rathausplatz statt. Beginn ist ab 13 Uhr. Die VVN-BdA Traunstein/Berchtesgadener Land ist mit einem Infostand dabei und einer kleinen Ausstellung zur Verfolgung queerer Männer im Nationalsozialismus.

„Demokratie feiern“ – zum 150. Geburtstag des ehem. Bürgermeister Karl Rittmann in Freilassing

2. September 2026

Am Freitag, 11. September, gibt es um 18.30 Uhr im Rathaus eine „Festveranstaltung“ der SPD anlässlich des 150. Geburtstags des langjährigen SPD-Bürgermeister von Freilassing, Karl Rittmann, der 1933 seines Amtes enthoben und mehrmals von den Nazis inhaftiert wurde.

Weitere Infos siehe

Auf den Spuren von Karl Rittmann, ehem. Bürgermeister und NS-Verfolgter aus Freilassing

19. Juli 2026

Stadtrundgang zum 150. Geburtstag

Wer war Karl Rittmann – und welche Spuren hat er in Freilassing hinterlassen? Zum 150. Geburtstag des früheren Bürgermeisters lädt die vhs Rupertiwinkel zu einem besonderen historischen Stadtspaziergang ein.

Karl Rittmann prägte Freilassing als Bürgermeister von 1919 bis 1933 maßgeblich. In seine Amtszeit fallen wichtige kommunale Entwicklungen wie das alte Feuerwehrhaus, das Freibad, das Krankenhaus oder die gemeindliche Sparkasse. Zugleich gehörte er zu den frühen Gegnern des Nationalsozialismus. Nach der Machtübernahme 1933 wurde er mehrfach verhaftet und unter anderem in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm er auf Wunsch der amerikanischen Militärregierung noch einmal kurz das Amt des Bürgermeisters.

Der etwa zweistündige Rundgang führt zu Orten, die eng mit Karl Rittmann und der Geschichte Freilassings verbunden sind. An den einzelnen Stationen vermitteln kurze historische Beiträge spannende Einblicke in die Stadtgeschichte und in das Ringen um Demokratie und Verantwortung. Die Leitung übernimmt Friedbert Mühldorfer von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), der sich seit vielen Jahren intensiv mit der regionalen Zeitgeschichte beschäftigt.

Treffpunkt ist die Wartehalle des Freilassinger Bahnhofs. Den Abschluss bildet eine optionale gemeinsame Einkehr im Gasthaus Schmuggler.

Kostenfreie Anmeldung bei der VHS Rupertiwinkel unter Auf den Spuren von Karl Rittmann – Rupertiwinkel

Gedenkfeier Surberg am 3. Mai 2026

22. April 2026

An diesem Tag genau vor 81 Jahren ermordeten SS-Wachmänner über 60 KZ-Häftlinge bei Lauter in der heutigen Gemeinde Surberg. Aus diesem Anlass findet seit 1985 eine vom Kreisverband Traunstein/Berchtesgadener Land der VVN-BdA organisierte Gedenkfeier im KZ-Friedhof Surtal statt. Beginn ist 13 Uhr. Das Grußwort spricht Landrat Andreas Danzer, die Ansprache hält Albert Knoll, ehem. Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau; Thema: Die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.

Die Feier wird musikalisch von Josef und Ina Wölfl begleitet; Schülerinnen und Schüler der F.v.K.-Mittelschule Traunstein tragen Texte vor.

Weitere Hinweise siehe

Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors Gottfried Reischl – Johann Winkler – Anton Wagner

12. April 2026

Freitag, 17. April, 17 Uhr, Bad Reichenhall, Poststraße 20

Am 17. April jährt sich zum 90sten Mal der Todestag eines weitgehend unbekannten Gegners des Nationalsozialismus aus Marzoll: Gottfried Reischl. Er wurde angeblich am frühen Morgen des 17. April 1936 tot in der Zelle des Polizeigefängnisses in der Münchner Ettstraße aufgefunden. Vorausgegangen waren tagelange Folterungen durch die Gestapo.

Gottfried Reischl war als Kommunist bald ins Visier der Nazis geraten und wurde schon 1933 nach der Machtübernahme über ein Jahr inhaftiert. Wieder in Reichenhall zurück wollte er aber dem NS-System und der Kriegsvorbereitung nicht tatenlos zusehen und druckte kleine illegale Zettel als Warnung vor Hitler und einem Krieg. Unterstützt wurde er u.a. von Johann Winkler und Anton Wagner. Die Gestapo kam der Gruppe auf die Spur. Johann Winkler und Anton Wagner überstanden die Haft, wurden aber dann in Konzentrationslager eingeliefert, wo sie 1940 bzw. 1942 verstarben.

Die Kreisvereinigung Traunstein/Berchtesgadener Land der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (gegr. 1946) erinnert mit einer kleinen Gedenkveranstaltung an diese drei widerständigen Menschen und lädt dazu herzlich ein.

Kurze Biografien würdigen die drei und andere beteiligte NS-Gegner aus Bad Reichenhall und Traunstein. Die Feier wird musikalisch umrahmt.

Weitere Angaben siehe

Bernau 21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus

16. März 2026

Große Kundgebung um 15 Uhr, Im Kurpark Bernau (Pavillon)

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus organisiert das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Chiemgau“ (AgR) eine Kundgebung unter dem Motto „Laut – Stark – Alle Zusammen“. Mit Musik und Redebeiträgen – darunter Sepp Parzinger von der SPD, Gisela Sengl von den Grünen, Martin Bauhof von der LINKEN und Christian Viefhaus von der VVN-BdA – wird auf den weitverbreiteten Rassismus auch in unserem Land hingewiesen und zum Engagement dagegen ermuntert.

Flyer siehe

Kundgebung gegen AFD-Zentrum in Traunstein am 14. März

12. März 2026

Für Vielfalt und Demokratie – Kein Platz für Rechtsextremismus in Traunstein

Die AFD will ein sogenanntes „Demokratiezentrum“ in der Traunsteiner Scheibenstraße eröffnen. Dagegen richtet sich ein breites Bündnis mit einer Kundgebung am Samstag, 14 März, 13 Uhr, Scheibenstraße 6.

Das Bündnis, initiiert vom DGB, umfasst alle Parteien im Stadtrat Traunstein sowie die Katholische und Evangelische Kirche – unterstützt von vielen Organisationen und Initiativen, u.a. der VVN-BdA. Sie alle befürchten Veranstaltungen und Schulungen der AFD zur weiteren Propagierung ihrer menschen- und demokratiefeindlichen Politik. Dagegen erhebt sich dieser breite Protest.

Aktuell 15.3.: Unerwartet groß war der Ansturm zu diesem Protest gegen die Eröffnung des AFD-Zentrums – über 1500 TeilnehmerInnen hörten die tollen Musikbeiträge und die engagierten Reden des Oberbürgermeisters Dr. Hümmer, der beteiligten Parteien, des DGB, der Kirchen und des Historikers Friedbert Mühldorfer von der VVN-BdA.

81. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar

21. Januar 2026

Stilles Gedenken der VVN-BdA Traunstein/BGL am Stadtplatz Traunstein, 27. Januar 2026, 17 – 17.30 Uhr

Auch heuer erinnert die VVN-BdA mit einem stillen Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz. Dieses Konzentrationslager steht für die menschenverachtende grausame Politik und Ideologie des Naziregimes. Allein in diesem Lager wurden über eine Million Menschen ermordet.

Aus der Pressemeldung der VVN-BdA:

… Mit dem Transparent „Menschlichkeit statt Rassismus“ erinnert die VVN-BdA auch an die Verpflichtung für heute. Dazu gehört das konsequente Vorgehen gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen von Menschenfeindlichkeit. Gerade Angriffe und Bedrohungen gegenüber Jüdinnen und Juden haben in letzter Zeit in Deutschland bedrohlich zugenommen, aber auch Übergriffe gegenüber Muslime werden immer häufiger.

Vor einigen Jahren formulierte der Präsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Marian Turski: „Wenn heute jemand einen Juden, Bosnier, Türken, Israeli, Palästinenser, Moslem oder Christen oder einen Nichtgläubigen demütigt, ist es, als beginne Auschwitz von Neuem“.

Die gleiche Würde aller Menschen sind Grundlage der Bayerischen Verfassung und des Grundgesetzes. Daran zu erinnern, bleibt gerade heute unser aller Aufgabe. 

„Trotz alledem …“

9. November 2025

Niederlage – Verfolgung – Widerstand. Gewerkschafter und Arbeiterbewegung im Landkreis Traunstein 1933-1945

Vortrag mit Bildern von Friedbert Mühldorfer, Historiker

Mittwoch, 12. November 2025, 18 Uhr, Netzwerkstatt der IG Metall, Traunreut, Kantstraße 11

Mit Vortrag, Bildern und Gespräch informiert die Veranstaltung über die Entwicklung vor Ort in unserem Landkreis: über die Verfolgung von Gewerkschaftern mit dem Machtantritt der Nazis, über die Zerschlagung der Arbeiterbewegung, aber auch über Formen des Widerstandes bis hin zum Neuaufbau der Gewerkschaften nach Kriegsende und Befreiung im Mai 1945.

Weitere Infos siehe Flugblatt

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